Pinguine sind schon aeusserst lustige Voegel, erhobenen Kopfes wird mit weit abgespreizten Fluegel drauflosgewatschelt, unbeholfen, witzig. Im Wasser dagegen zeigen sie sich von einer anderen Seite, pfeilschnell, wendig, einfach in Ihrem Element. Wir konnten bei unserem Zwischenstop in Punta Arenas bei einer kleinen Pinguinkolonie diese Erkenntnisse gewinnen und haben die Tieren lachend und staunend beobachtet. Zwar waren nur etwa 50 Pinguine zu sehen, obwohl die Kolonie anscheinend 10.000 Tiere umfasst, wir haben uns trotzdem gefreut!

Feuerland hat uns dann einen kalten Empfang (weiter)

Sechs Wochen Reise. Fuer mich so lange wie nie zuvor, Caro war ja schon mal sieben Monate unterwegs, fuer mich hat aber Neuland begonnen. Bevor wir aufgebrochen sind habe ich mich vor allem gefragt, wie ich wohl mit den vielen neuen Eindruecken umgehen kann, ob nicht bald mein Kopf so voll ist, dass ich eine Pause brauche um alles zu verarbeiten. Vor dreieinhalb Jahren in Japan war es so. Schon nach fuenf Tagen! hatte ich das Gefuehl, dass ich nichts mehr aufnehmen kann, (weiter)

Noch sind wir nicht verhungert. Grund genug kurz darueber zu berichten, wie sich die Nahrungsbeschaffung, die Ernaehrung in fernen Landen so gestaltet. Vorneweg: So problematisch wie letztes Jahr auf Kuba wars bisher in Suedamerika nicht.

In Peru gibt es zwar meistens Huehnchen, wie auf Kuba, jedoch ist es aeusserst geniessbar und gegen Mehrpreis sind Fisch, Fleisch, Salate usw. erhaeltlich. Eher fuer Hartgesottene geeignet ist das Cuy, am Spiess gebratenes Meerschweinchen, das am Stueck auf dem Teller liegt und alle Viere von sich streckt. Vom Nationalgetraenk der Peruaner und Chilenen, (weiter)

Die meisten Leute die von Ihrer Trekkingtour durch den Torres del Paine Nationalpark im tiefen chilenischen Sueden berichten, und den Trip mit einem Wort beschreiben sollen, sagen: Kalt! Fast geht es uns auch so, nach einem verschneiten Morgen, doch wir wuerden das meistens an zweiter Stelle genannte Wort an die erste Stelle setzen: Fantastisch! Wir sind nach den sechs Tagen restlos begeistert, restlos geschafft und spaetestens jetzt haben unsere Schuhe ihre Feuertaufe bestanden und eine respekteinfloesende Patina angesetzt. Schon der erste Tag, der Weg auf die markantesten Berge des Parks zu, Paine Grande und Los Cuernos, war echt patagonisch, (weiter)

Mittlerweile sind wir in Puerto Natales angekommen, nach 4 Tagen Faehrfahrt ist es schoen, dass der Boden unter den Fuessen nicht mehr schwankt. Trotz des eher durchwachsenen Wetters haben wir die Fahrt geniessen koennen, dank teilweiser grandioser Ausblicke auf die einmalige Fjordlandschaft (kann sein, dass es irgendwo in Norwegen nochmal so etwas gibt, nur dass die chilenische Kueste mehr Fjorde aufzuweisen hat als Norwegen, Schweden und Finnland zusammen), verschneite Berge, einsame Waelder und netter Bordbekanntschaften. Gaizka aus dem schoenen Baskenland haben wir schon von Puerto Varas aus mit nach Puerto Montt, unserem Abfahrtsort, (weiter)

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